Von der Förde bis zur Schlei: Im Tourismus tut sich was

21.08.2018

Der Tourismus in Schleswig-Holstein entwickelt sich hervorragend und dies nicht zuletzt aufgrund spannender Konzepte, welche in den letzten Jahren die Qualität im touristischen Angebot weiter gesteigert haben. MdB Petra Nicolaisen und ihre nordfriesische Kollegin Astrid Dammerow haben sich unter Begleitung der Destination LAB GmbH ein paar dieser Konzepte – von Flensburg bis nach Olpenitz näher angesehen und sich dabei auch mit den Herausforderungen der touristischen Entwicklung befasst.

Nicolaisens Fazit: „Im Tourismus tut sich was! Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus´ in der Region nimmt weiter zu – wir brauchen uns da nicht hinter der Nordsee zu verstecken. Schön ist es zu sehen, dass sich dieser Bereich, unter Beteiligung so vieler, positiv entwickelt. Wir dürfen dabei aber nicht die Weiterentwicklung der erforderlichen Rahmeninfrastrukturen, die Ausbildung geeigneter Mitarbeiter und die Nachhaltigkeit vergessen. Dies gemeinsam anzugehen ist auch in Zukunft eine spannende Aufgabe.“

Beispiel Flensburg: Die Hotelentwicklung an der Förde erfährt aktuell eine besondere Dynamik. Mit dem Hotel Hafen Flensburg wurde aus einem Schandfleck ein einzigartiges Hotel geschaffen, das nicht nur für Gäste attraktiv ist, sondern auf das auch die Flensburger stolz sein können. Hiermit hört die touristische Entwicklung in der Stadt aber noch nicht auf. Neben konkreten Projekten am Rathausmarkt, in Sonwik und am Bahnhof, wird hinter den Kulissen auch weiter an einem innovativen Konzept für ein Sporthotel gearbeitet, dass zur Handballleidenschaft der Flensburger passt.

Dass diese Projekte nicht ohne Herausforderungen umzusetzen sind, erfährt MdB Petra Nicolaisen direkt von den Verantwortlichen, Kirsten Herrmann (Geschäftsführerin, Hotel Hafen Flensburg) und Lewe T. Volquardsen (Geschäftsführer, Flensburg Akademie). So kann es von den ersten Ideen und Planungsschritten bis zur Realisierung mehrere Jahre dauern. Die Destination LAB GmbH unterstützt und begleitet Vorhabenträger und auch Kommunen bei diesen umfangreichen Prozessen - denn zwischen den kommunalen Interessenlagen und den konzeptionell-wirtschaftlichen Anforderungen potenzieller Hotel- und Tourismuspartner gibt es mitunter Moderationsbedarf.

„Nicht überall wird man mit neuen Hotelkonzepten mit offenen Armen empfangen. Häufig gibt es Bedenken. Der Tourismus sorgt aber an vielen Orten für eine Aufwertung der (öffentlichen) Infrastrukturen, eine belebte Einkaufsstraße und sichert Einkommen und Beschäftigung, bspw. auch im Handwerk, für viele Menschen in der Region“, so Carina Balow, Destination LAB GmbH.

Beispiele Glücksburg und Olpenitz: Die Aufwertung eines Ortes durch eine touristische Neuinterpretation und Umgestaltung wird dabei sowohl in Glücksburg als auch in Olpenitz deutlich. Während in Glücksburg dem Areal des ehemaligen Schwennau Hofes direkt an der Ostsee mit den „Glück in Sicht“- Lodges neues Leben eingehaucht worden ist, wird im „OstseeResort Olpenitz“ noch an einem der größten Urlaubsresorts in Nordeuropa gebaut.

Auf dem ehemaligen Marinestützpunkt wird Konversion vollkommen neu interpretiert und für die Region an der Schlei nachhaltig umgesetzt. Der Weggang der Marine vor ein paar Jahren hat die Wirtschaftskraft in Kappeln und Umgebung stark zurückgeworfen. Durch die HELMA Ferienimmobilien GmbH werden mit dem OstseeResort Olpenitz neue touristische Potenziale geschaffen, die auch vielen regionalen Partnern Chancen der Weiterentwicklung ermöglichen.

Carina Balow ergänzt: „Neben den Chancen, die durch ein solches Projekt für eine Region entstehen, stehen auch die Herausforderungen die Infrastrukturen auf die neue Nachfrage auszurichten und z. B. auch Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Diese Herausforderungen können nur gemeinsam mit der Politik, der Wirtschaft und den Menschen vor Ort gelöst werden.“