Petra Nicolaisen hospitiert im Kindergarten Wanderup

26.04.2017

Die Kinder der DRK-Kindertagesstätte hatten vor Kurzem Besuch von Petra Nicolaisen, die sich im Rahmen eines Hospitationstags den Alltag dieser Einrichtung anschaute. Die Landtagskandidatin hat schon seit Langem einen guten Kontakt zu dieser Kita, da sie durch ihre langjährige Tätigkeit als Eltern- und Gemeindevertreterin sowie durch ihr zehnjähriges Amt als Bürgermeisterin von Wanderup dem pädagogischen Team vertraut ist. Um politisch eine Entscheidungsgrundlage zu haben ist es für Frau Nicolaisen wichtig, die tatsächlichen Gegebenheiten zu kennen und diese zu hinterfragen. Auch wenn sie selbst auf Landesebene im innen- und rechtspolitischen Bereich tätig ist, folgt sie gerne der Einladung zum „Kita-Hospitationstag 2017“, der durch die Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.V. initiiert wird. „Nur wenn der Blick fachübergreifend ausgerichtet wird, kann eine Qualitätssicherung gewährleistet werden.“, meint Nicolaisen. Am eigenen Leibe erfährt Frau Nicolaisen wie die Kinder durch Selbsterprobung motiviert werden den eigenen Körper wahrzunehmen, als sie unmittelbar von den Kindern miteinbezogen wird. Erzieher Benjamin Zameit erklärt den sogenannten Midi-Kindern, fünfjährige Mädchen und Jungen, wie unterschiedlich Selbst- und Fremdwahrnehmung wirken können. Durch bewegungsreiche Übungen lernen die Kinder sich gegenseitig zu vertrauen und Gefühle zu benennen. So wird auch Frau Nicolaisen von einem Jungen an der Hand umher geführt, während sie selbst die Augen geschlossen hält. „Ich konnte mich auf ihn verlassen.“, sagt sie später im Gespräch mit den Kindern. Eine besondere Freude ist dabei die Unterhaltung mit einem Trio, das unsere Sprache erst seit Kurzem lernt. Die syrischen Drillinge sind seit knapp eineinhalb Jahren in Deutschland und haben sich in ihrer Kita sehr gut eingelebt. Das offene Konzept der DRK-Kitas begeistert Frau Nicolaisen und sie ist davon überzeugt, dass es den späteren Einstieg in die Schule erleichtert. Der Hospitationstag wird anhand eines Feedback-Bogens von Nicolaisen ausgefüllt und dient dem Vergleich der Ziele des Kita-Aktionsbündnis mit der gegenwärtigen Situation. Zu einem gemeinsamen Austausch am Ende des Vormittags kommen die Elternvertreterinnen Frau Nicole Schmidt und Frau Andrea Both sowie der Gemeindevertreter Herr Peter Axelsen aus Wanderup dazu. Gemeinsam mit der Leiterin der DRK-Kita Anke Schlott werden dabei die wesentlichen Handlungsfelder besprochen. Dazu zählt der Personalschlüssel, der angepasst werden sollte. Die Erzieherinnen und Erzieher sowie die weiteren pädagogischen Kräfte sind in Wanderup zwar gut aufgestellt, dennoch wäre ein Überdenken der vorherrschenden Verteilung angebracht. Bei spontanen Krankheitsfällen kann es schon mal brenzlig werden, so dass es grundsätzlich wichtig ist, die Anzahl der zu betreuenden Kinder mit einer höheren Anzahl der Erzieher und Erzieherinnen zu vereinen. Eine gerechte Kostenübernahme herzustellen und eine Drittel-Lösung bestehend aus Kommune, Land und Elternbeiträgen zu sichern, ist ein weiterer wichtiger Inhalt des Gesprächs. Eine Kita hat unter anderem die Kostenübernahme als Qualitätsmerkmal, das nicht zu vernachlässigen ist. Die Anwesenden sind sich darin einig, dass eine Kindertagesstätte eine Bildungseinrichtung ist und deshalb auch politisch wie eine solche behandelt werden sollte. „Das derzeitige Kita-Gesetz ist zu unübersichtlich und sollte neu geregelt werden, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden.“, findet Petra Nicolaisen. Der Themenkomplex Kita gehört ihrer Meinung nach nicht in den Bereich des Sozialministeriums, sondern in das Bildungsministerium. So kann Kita einen anderen politischen Stellenwert erlangen, der dringend erreicht werden sollte. Pressemitteilung des DRK-Kreisverbandes Schleswig-Flensburg.