Mit Ingbert Liebing im Wahlkreis unterwegs

21.04.2016

Der CDU-Landesvorsitzende und designierte CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl Ingbert Liebing hat bei einer Wahlkreisbereisung die Flüchtlingsunterkunft und die Firma Catering Nord in Eggebek sowie die Firma Wohlert Kühl Logistik in Bollingstedt besucht. Begleitet wurde Liebing von seiner Schleswig-Flensburger Bundestagskollegin Dr. Sabine Sütterlin-Waack und der CDU-Landtagsabgeordneten Petra Nicolaisen.

In der Flüchtlingsunterkunft in Eggebek ließ sich der Landesvorsitzende von Einrichtungsleiterin Kirsten Jessen über den aktuellen Stand der Belegung unterrichten. Zurzeit ist die Einrichtung mit 323 Personen belegt, von denen in der kommenden Woche 161 Flüchtlinge in die Gemeinden umverteilt werden. Unter den Flüchtlingen in Eggebek sind lediglich 13 allein reisende Männer, ansonsten hauptsächlich Familien mit insgesamt 58 Kindern unter 14 Jahren. Für die Kinder ist in der Unterkunft ein Kindergarten und eine kleine Schule eingerichtet, die die Politiker mit Interesse besichtigten. Eggebeks Bürgermeister Willy Toft konnte berichten, dass die Stimmung in seiner Gemeinde den Flüchtlingen gegenüber äußerst positiv sei. Zum Abschluss des Gespräches regte der CDU-Landesvorsitzende an, ob man nicht darüber nachdenken sollte, die Verweildauer der Flüchtlinge in den Landesunterkünften (zur Zeit 6 Wochen) zu verlängern, um so den Druck von den Kommunen zu nehmen. Am Rande des Besuches kam es noch zu einem kurzen Treffen mit Innenminister Studt, der die Einrichtung nach den CDU-Politikern besuchte.

Der zweite Programmpunkt auf Liebings Liste war ein Besuch der Firma Catering Nord in unmittelbarer Nähe der Flüchtlingsunterkunft. Geschäftsführer Timm Schumacher konnte den Teilnehmern berichten, dass er seit Beginn des Monats die Verpflegung der Flüchtlinge übernommen habe. Zunächst hatte eine Firma aus Baden-Baden die bundesweite Auschreibung gewonnen, sich aber Ende März zurückgezogen. Schumacher plant künftig die Flüchtlinge mit frisch zubereiteten Gerichten zu versorgen.

Die letzte Station der Wahlkreisbereisung war eine Besichtigung des Kühlhauses der Firma Wohlert Kühl Logistik in Bollingstedt. Fa. Wohlert beschäftigt an insgesamt 5 Standorten 260 Mitarbeiter, die meisten am Standort Bollingstedt. Hier wurde vor einigen Jahren ein modernes Kühlhaus errichtet, in dem bei bis zu minus 48 Grad Ware schockgefrostet wird, um dann bei minus 22 Grad gelagert zu werden. Ingbert Liebing zeigte sich beeindruckt von dem, was Familie Wohlert geschaffen hat, kritisierte aber auch die Wettbewerbsnachteile, die die Firma erdulden muss. „Es kann nicht sein, dass sich ausländische LKW-Fahrer nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Rader Hochbrücke halten, weil sie wissen, dass sie dafür doch nicht belangt werden, weil die nötigen internationalen Abkommen fehlen.“ Auch zeigte sich Liebing irritiert darüber, dass ausländische Spediteure Fahrer einsetzen würden, für die der gesetzliche Mindestlohn nicht gelte. „Dies ist ein ganz klarer Wettbewerbsnachteil für unsere heimischen Spediteure“, so der CDU-Politiker. Liebing sagte zu, sich in Berlin bei den zuständigen Stellen für eine Änderung einzusetzen.