Freiwilligendienste müssen für Flüchtlingsintegration entwickelt werden

06.10.2015

CDU will für bessere Integration von Flüchtlingen die Freiwilligendienste weiter entwickeln

Die CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag spricht sich dafür aus, mit dem Ziel einer besseren Integration von Flüchtlingen die Freiwilligendienste weiterzuentwickeln. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion im Rahmen ihrer heutigen (06. Oktober 2015) Sitzung
beschlossen:

„Es geht um zwei Ansätze: Zum Einen wollen wir mit den von der CDU-geführten Bundesregierung zusätzlich finanzierten Stellen eine bessere und flexiblere Betreuung der Flüchtlinge ermöglichen. Zum Anderen sollen auch Einwanderer, Flüchtlinge und anerkannte Asylbewerber über ein Engagement im Rahmen der Freiwilligendienste besser integriert werden“, erklärte die kommunalpolitische Sprecherin Petra Nicolaisen.

Schleswig-Holstein werde in Umsetzung der Beschlüsse auf Bundesebene etwa 670 zusätzliche Stellen erhalten.

„Weshalb können nicht beispielsweise Flüchtlinge, die heute aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit als Übersetzer in Flüchtlingsunterkünften arbeiten, dies im Rahmen der Freiwilligendienste tun? Sie würden damit auch ein Vorbild für Neuankömmlinge sein“, sagte die CDU-Abgeordnete.

Zur Flexibilisierung forderte Nicolaisen, wie bei den sogenannten „Blaulichtorganisationen“ (THW, Feuerwehr, u.s.w.), die Möglichkeit, den Dienst statt durchgehend in einem Jahr, über mehrere Jahre verteilt in der Freizeit abzuleisten.

„Viele ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit engagieren sich neben ihrem Beruf. Nur die wenigsten tun dies in Vollzeit. Das wollen wir ermöglichen“, so Nicolaisen.