Dringend Konsequenzen aus Schlei-Verschmutzung ziehen

28.03.2018

Die CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Damerow (Nordfriesland), Petra Nicolaisen (Flensburg/Schleswig) und der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Johann Wadephul (Rendsburg-Eckernförde) haben sich wegen der Plastik Verunreinigungen in der Schlei an Bundesumweltministertin Svenja Schulze gewandt.

„Die Vorgänge rund um den Eintrag und die Belastung der Schlei mit großen Mengen an Plastikrückständen bedürfen nicht nur der lückenlosen Aufklärung; es muss vor allem verhindert werden, dass sich derartige Einleitungen wiederholen – und das bundesweit“, stellen Petra Nicolaisen und Johann Wadephul fest.
„In unserem Schreiben bitten wir die Ministerin deshalb um eine schnellstmögliche Stellungnahme wie sich das Bundesumweltministerium zur gemeinsamen Vergärung von organischen Abfällen und Plastikabfällen sowie der unterschiedlich gehandhabten Praxis in den einzelnen Bundesländern positioniert und in wiefern eine bundespolitische Zuständigkeit für diesen Sachverhalt vorliegt. Wenn rechtlicher Handlungsbedarf besteht, werden wir entsprechende Änderungen einfordern“, erklärt Astrid Damerow, die den Wahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen Nord im Bundestag vertritt und zugleich im Umweltausschuss Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Wasserpolitik ist.

Hintergrund: Über das Schleswiger Klärwerk sind Plastikpartikel, unterschiedlicher Größe, in erheblichen Umfang in die gesamte Schlei gelangt. Ihren Ursprung sollen die Verunreinigungen aus dem Schreddern und dem anschließenden gemeinsamen Vergären von Lebensmitteln und Plastikverpackungen haben. Geprüft wird zudem, ob über die Trockenmasse der Biogasanlage Plastikreste auch auf landwirtschaftliche Flächen gelangt sei.