CDU fordert bessere Anerkennung des Ehrenamtes

17.10.2016

Die Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion liefert eine 70-seitige Bestandsaufnahme der ehrenamtlichen Arbeit in Schleswig-Holstein. Demnach ist die Bereitschaft der Menschen zum Engagement ungebrochen hoch. Laut einer Freiwilligenumfrage ist sie im Zeitraum 2009 bis 2014 sogar von 40 auf 42 Prozent gestiegen. Mit 16,3 Prozent sind die meisten Ehrenamtlichen im Bereich Sport und Bewegung tätig. Es folgen die Bereiche Schule oder Kindergarten mit 9,1 Prozent und Musik mit 9,0 Prozent.

Für die CDU forderte Petra Nicolaisen eine bessere Anerkennungskultur, damit die Bereitschaft zum Engagement so hoch bleibt. Denn ohne die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in den verschiedensten Organisationen und Vereinen würden viele Strukturen in den Städten und Gemeinden gar nicht funktionieren, so die Abgeordnete. Vor allem in ländlichen Räumen ermögliche erst das ehrenamtliche Engagement beispielsweise in den Bereichen Musik und Kultur oder der Kinder- und Jugendarbeit und ganz besonders im Sportbereich überhaupt erst ein Angebot. Und auch die Betreuung der zahlreichen Flüchtlinge sei ohne das Ehrenamt kaum vorstellbar. Nicolaisen bedankte sich bei den EhrenamtlerInnen für deren großen Einsatz.

Sie merkte allerdings kritisch an, dass der Umfang der hinter dem Engagement steckenden Arbeit in der Öffentlichkeit oft kaum wahrgenommen werde. Dementsprechend müsse beim Thema „Anerkennungskultur“ ebenso zugelegt werden wie bei der finanziellen Förderung. Auch der Abbau von Hemmnissen für die Übernahme eines ehrenamtlichen Engagements und die professionelle Unterstützung durch Hauptamtliche seien nötig, um die Ehrenamtlichen nicht zu überfordern und zu frustieren.