Callsen und Nicolaisen setzten sich für St.-Johannis-Kloster ein

08.05.2018

Der Remter, der Kapitelsaal und die Friedhofsmauer mit dem Grabstein des Schleswig-Holstein-Lied-Komponisten Carl Gottlieb Bellmann erstrahlen bereits in neuem, das heißt altem Glanz. Doch es gibt noch zahlreiche weitere „Baustellen“ am St.-Johannis-Kloster vor Schleswig, wie der Vorsitzende des Kloster-Freundeskreises Konstantin Henkel jetzt der Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen und dem Schleswiger Landtagsabgeordneten Johannes Callsen bei einem Besuch aufgezeigt hat.

„Über eine halbe Million Euro hat der Freundeskreis seit seiner Gründung im Jahr 2003 mit Hilfe von Förderern in verschiedene Sanierungsprojekte des Klosters investiert“, erläutert Henkel. „Als nächstes möchten wir die Nordwand der Kirche sanieren und die Zuwegung zum Kircheneingang barrierefrei gestalten.“ Für den Eingangsbereich und den Friedhof sei bereits - zu 90 Prozent vom Landesamt für Denkmalschutz gefördert - ein Pflanzkonzept erarbeitet worden. Für die Umsetzung des Konzeptes und die Sanierung der Nordwand hingegen, die von der zuständigen Architektin zurzeit geplant wird, fehlten noch Fördermittel.

Hier versprachen beide Abgeordnete, sich für das Kloster einzusetzen. „St.-Johannis ist ein Kleinod für Schleswig und die Stadt sollte stolz sein auf den Beitrag, den der Freundeskreis ehrenamtlich für dieses einzigartige Kloster als Stätte kirchlicher und kultureller Veranstaltungen leistet“, stellte Johannes Callsen fest. „Ich werde mich daher auf Landesebene für eine weitere Förderung stark machen.“

Auch Petra Nicolaisen sah Möglichkeiten, Fördergelder aus Berlin zu generieren: „In Berlin wird derzeit der Haushalt beraten. Der Gesamtetat für Kultur und Medien soll 2018 auf rund 1,67 Milliarden Euro steigen. Das sind rund 23 Prozent mehr als im Regierungsentwurf 2017. Dabei sind zahlreiche Steigerungen bei zentralen kulturpolitischen Maßnahmen vorgesehen. Im vergangenen Jahr standen rund 40 Millionen aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz zur Verfügung. Ich werde mich bei unseren Haushältern dafür einsetzen, dass das Schleswiger Kloster in das Programm aufgenommen wird. Derzeit stehen die Chancen nicht schlecht.“

Bei einem Rundgang hatte Konstantin Henkel den beiden Abgeordneten zuvor die Kostbarkeiten der Kirche, wie die Reste der gotischen Kalk-Tünchmalereien erklärt, und die Sanierungsschritte im Remter, wie dem Einbau einer speziellen Wandheizung zur Verbesserung des Raumklimas, erläutert. Angesichts der vor der Restaurierung gemachten Aufnahmen zeigten sich beide von der Ergebnissen danach stark beeindruckt. Beide wünschten dem Freundeskreis weiterhin Erfolg bei dem Erhalt und der Pflege der Klosteranlage.