Bund fördert Teilhabe-Projekt in Schleswig mit 330.000 Euro

10.04.2018

Wer hilft mir bei meiner persönlichen Zukunftsplanung? Wer vermittelt mir die richtigen Kontakte? – Antworten erhalten Menschen mit Behinderungen künftig in einer Teilhabe-Beratungsstelle, die in den nächsten Wochen ihre Arbeit aufnimmt. Untergebracht wird die neue Beratung im Schleswiger „Treff im Lollfuß.“ Die Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen stattete dem dortigen Mehrgenerationenhaus und der Kibis jetzt einen Besuch ab, um sich über die Einzelheiten zu informieren.
„Das Besondere an der neuen Beratung ist, dass hier Menschen, die selbst eine Behinderung haben, anderen Menschen mit Behinderung mit Rat und Tat zur Seite stehen - das so genannte Peer Counseling“, erläutert Jörg Adler von der Gesellschaft für Paritätische Soziale Dienste, die Zuwendungsempfänger der Maßnahme ist.
„Sie können ganz anders nachempfinden, welche Probleme und Ängste Menschen mit Behinderungen haben. Dabei gilt es, die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung von Betroffenen zu fördern und ihnen eine Lebensplanung nach ihren Wünschen zu ermöglichen.“ Ziel sei es dabei, Wege zu finden, über eine ganzheitliche Beratung die persönliche Zukunftsplanung so zu gestalten, dass eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft möglich werde. „Wir freuen uns, dass wir die Arbeit hier in den Räumlichkeiten des TILL aufnehmen können. Dabei stellen wir uns vor, sie auf mehrere Köpfe zu verteilen, je nachdem wieviel sich die Berater oder Beraterinnen zutrauen oder überhaupt können.“
Sabine Bogner, Leiterin der Kibis Schleswig, hob die Vorteile ihres Hauses für die neue Beratung hervor. So böten Kibis und das MGH mit ihren vielfältigen Vernetzungen wie alleine über 30 Selbsthilfegruppen und 60 Ehrenamtler ein vielfältiges Spektrum durch die ganze Gesellschaft. Ansprechpartner stünden damit aus fast allen Bereichen vor Ort zur Verfügung.