Bund fördert „Megalithic-Routes“ in Schleswig-Holstein

31.07.2018

Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein mit Sitz in Schleswig kann sich über eine Förderung aus dem Kulturetat des Bundes freuen, von der auch Gräber in Schleswig-Flensburg profitieren können.
Wie die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, der Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen in einem Schreiben mitteilt, plant Berlin, das Projekt Megalithic Routes in Schleswig-Holstein mit bis zu 134.650 Euro zu unterstützen. (Der formale Zuwendungsbescheid ergeht nach weiterer zuwendungsrechtlicher Prüfung.)
„Ich freue mich sehr für das Archäologische Landesamt“, so Nicolaisen. „Deutschland beteiligt sich unter dem Motto „Sharing Heritage“ am Europäischen Kulturerbejahr 2018. Das Themenjahr bietet besondere Potentiale, sich mit Europa in Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen und zu identifizieren. Die Unterstützung trägt dazu bei, einen wirksamen Beitrag zur Vermittlung und Bewahrung unseres gemeinsamen europäischen kulturellen Erbes zu leisten.“

Im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es laut Landesamt einige sehr gute Objekte - touristisch erschlossen und von unterschiedlichen Trägern oder Vereinen liebevoll gepflegt - , die für eine Förderung in Betracht kommen: So die Idstedter Räuberhöhle, ein begehbares, sehr gut erhaltenes Steinkammergrab/Ganggrab aus der Trichterbecherkultur, oder das Steinkammergrab am Philosophenweg in Glücksburg. Besonders im Auge haben die Archäologen jedoch den Arnkiel Park mit mehreren Steingräbern (Langbetten, z.B. restauriertes Hünenbett) in Oeversee. Er steht für bürgerschaftliches Engagement und die forschungsgeschichtliche Dimension des Themas. Er sei damit ein gutes Beispiel für einen innovativen Umgang mit archäologischen Denkmalen.

Megalith-Bauwerke (Großsteinbauten) stellen eine der prominentesten archäologischen Denkmalkategorien in Europa dar. Sie bieten ein hohes regionales Identifikationspotenzial. Die schleswig-holsteinischen Megalith-Anlagen als Teil der „Europäischen Straße der Megalithkultur“ sind ein Alleinstellungsmerkmal des Landes und auf europäischer Ebene ein verbindendes Element. Ziel ist die touristische Aufbereitung von Megalithen und die europäische Vernetzung dieses Angebotes über das Label „Megalithic Routes“ (europäische Kulturstraße), begründet die Staatsministerin ihr Engagement.
Insgesamt stehen zur Umsetzung des Europäischen Kulturerbejahres im Haushalt der Kulturstaatsministerin 7,8 Mio. Euro bereit, mit denen mehr als 60 gesamtstaatlich bedeutsame Projekte gefördert werden. Diese Bundesmittel ergänzen das Engagement der Länder und Kommunen sowie Dritter.