Antrittsbesuch bei der Bundespolizei in Flensburg

16.03.2017

Seit Januar 2017 hat die Bundespolizei in Flensburg einen neuen Inspektionsleiter. Grund genug für die innenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Petra Nicolaisen und ihre Bundestagskollegin Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Polizeioberrat Stefan Windisch in seiner neuen Wirkungsstätte zu besuchen und sich kennenzulernen. Die Bundespolizeiinspektion in Flensburg, zu der die Reviere in Bredstedt, Brunsbüttel und Neumünster gehören, deckt mit ihren ca. 250 Kräften den nördlichen Landesteil ab, wobei die Aufgaben weit gestreut sind. „Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Bundespolizeiinspektion Flensburg vor allem im grenz- und bahnpolizeilichen Bereich“, erläuterte Stefan Windisch.

Besonderes Hauptaugenmerk des Informationsbesuchs lag selbstverständlich auf der aktuellen Grenzsituation zu Dänemark. So konnte der Flensburger Polizeihauptkommissar Frank Prätorius einen aktuellen Sachstand geben. „Der Schwerpunkt des Jahres 2015 war natürlich die Migrationslage, die auch hier in Flensburg den größten Teil unserer Arbeit darstellte. Mit Rückgang der Zahlen hat dies natürtlich unsere Arbeit wieder in normalere Bahnen gebracht - Schwerpunkt dieser Inspektion ist aber nach wie vor die grenzpolizeiliche Aufgabe.

Eine wichtige Veränderung seit ihrem letzten Besuch konnten die Abgeordneten, die bei ihrem Besuch auch vom Flensburger CDU-Landtagskandidaten Arne Rüstemeier begleitet wurden, zur Kenntnis nehmen: Die gemeinsame Streifenfahrten mit den dänischen Kollegen wurden wieder aufgenommen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensiviert und die gemeinsame Fahndung verstärkt.
Über die ständig ansteigende Präventionsarbeit der Bundespolizei berichtete Polizeioberkommissar Heiko Kraft. „Gerade nach besonderen Vorkommnissen auf Bahnhöfen oder an Bahnübergängen, wie zuletzt in Süderbrarup und Tarp, sind wir schnell vor Ort, um wichtige Präventionsarbeit zu leisten. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen über mögliche Gefahren informiert werden. Aber auch ausländischen Mitbürgern ist das Gefahrenpotenzial nicht immer bekannt“, so Heiko Kraft. Als Beispiel nannte Kraft die Bedarfsschranken in Busdorf, die in unmittelbarer Nähe zu einer Asylbewerberunterkunft liegen. „Hier mussten wir in Gesprächen und mit Broschüren helfen, auf das Gefahrenpotenzial hinzuweisen.“

Aus Berlin konnte die Bundestagsabgeordnete berichten, dass Innenminister de Maizére einen Zuwachs von rund 7.000 Stellen in den nächsten Jahren bei der Bundespolizei plane, um den immer neuen Herausforderungen gerecht zu werden. „Dies wird aber naturgemäß einige Jahre dauern, bis die Polizeibeamten ausgebildet sind“, musste Sütterlin-Waack die Erwartungen an eine schnelle Personalaufstockung bremsen.

Die Vertreter der Bundespolizei und die Abgeordneten vereinbarten, die Zusammenkünfte regelmäßig zu wiederholen und den Erfahrungsaustausch fortzusetzen.