Abgeordnete informieren sich bei der Bundespolizei

16.03.2016

Nach vielen Besuchen und Gesprächen der letzten Monate mit Flüchtlingen, Flüchtlingshelfern und Bürgermeistern in Schleswig-Flensburg und Nordfriesland suchten die CDU-Landtagsabgeordneten Petra Nicolaisen (Wanderup) und Astrid Damerow (Karlum) nun das Gespräch mit der Bundespolizeiinspektion in Flensburg, zu der die Reviere in Bredstedt, Brunsbüttel und Neumünster gehören und den nördlichen Landesteil abdecken. Vizepräsident Willy Kösling begrüßte die Abgeordneten und stellte die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Bundespolizei vor. Besonderes Hauptaugenmerk des Informationsbesuchs lag selbstverständlich auf der aktuellen Grenzsituation zu Dänemark. So konnte der Flensburger Erste Polizeihauptkommissar Frank Plitt einen aktuellen Sachstand geben. „Seit dem großen Flüchtlingsandrang in Flensburg waren wir ständig im Bahnhof präsent. Die Polizei von Land und Bund haben gemeinsam mit den vielen Flüchtlingshelfern die Lage am Flensburger Bahnhof bewältigt. „Besonders überrascht war man von der Spendenbereitschaft der vielen Bürger und Unternehmen aus der Region, die täglich für die Flüchtlinge spendeten. „Trotz aller Bemühungen“, stelle Petra Nicolaisen fest, „konnten Tausende Flüchtlinge Deutschland in Richtung Dänemark und Schweden verlassen, ohne dass eine ordnungsgemäße Registrierung stattgefunden hat. Hier wären die Landesregierung und Innenminister Studt in der Pflicht gewesen, vernünftige Voraussetzungen für die Weiterreise sicherzustellen.“
Über die erfolgreiche Ermittlungsarbeit der illegalen Schleusungen informierte Polizeihauptkommissar Jochen Mallonn, ebenso über die aktuell recht empfindlichen Strafen für die Schleuser. Bedauern äußerten die Beamten über die Aussetzung der gemeinsamen deutsch-dänischen Streifenfahrten. „Gerade diese gemeinsamen Kontrollfahrten waren sehr ergebnisreich und verstärkten die gute Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Verkehr aber auch bei der gemeinsamen Fahndung“, so Frank Plitt.